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« am: 01. September 2006, 11:12:15 » |
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Allein in Deutschland liegen die volkswirtschaftlich en Kosten für Fettsucht und deren Folgeerscheinungen schon bei fünf Milliarden Euro jährlich. Das sind mehr als fünf Prozent aller Gesundheitsausgaben . Nimmt man vier Kilo zu, verdoppelt man sein Diabetesrisiko. Wenn man also 20 Kilo zunimmt, hat man eine gewaltige Zunahme des Risikos, an Diabetes zu erkranken. Ein richtig dicker Mensch hat ein etwa 50-fach höheres Risiko als ein dünner bis normalgewichtiger Mensch.
Auch für Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs ist das Risiko etwa vierfach höher, wenn man dick ist. Wie alle neueren Forschungen beweisen, ist Übergewicht gefährlicher für die Gesundheit, als man bislang dachte. Schuld daran ist nicht nur das bekannte Cholesterin, sondern auch Zytokine, zuckerhaltige Proteine, die für das Wachstum der Körperzellen zuständig sind. Zu viele von ihnen führen zu verschiedenen sehr schweren Krankheiten.
Fettgewebe lockt Makrophagen an, so dass man mehr Entzündungszellen im Fettgewebe dicker Menschen findet. Je dicker man ist, umso mehr Entzündungszellen sammelt man an. Diese Entzündungszellen machen die Zytokine. Bei extrem fettsüchtigen Menschen sind die verschiedensten Krankheiten quasi nur eine Frage der Zeit. Bewegt sich ein Mensch zu wenig und isst zuviel, wird das überschüssige Fett im Unterhautgewebe gespeichert. Vor allem im Bauchspeck entstehen dann zu viele Zytokine, die schon bald ihre ungesunde Wirkung entfalten.
Die Bauchspeicheldrüse muss dann Insulin herstellen, das dafür sorgen soll, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu hoch ist. Durch die störenden Zytokine aber funktioniert das nicht richtig. Die Bauchspeicheldrüse produziert deshalb immer mehr Insulin, bis sie schließlich erschöpft ist und die Produktion einstellt. Die Diabetes-2-Erkrankung, der so genannte Alterszucker, ist die Folge. Durch Plaquebildung in den Adern oder Bluthochdruck werden schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgelöst. Neuerdings sieht man aber auch Krankheiten wie Brustkrebs, Darm- oder Prostatakrebs als Folge der Zytokine im Körper. Der Zusammenhang zwischen einem zu hohen Body-Maß-Index und steigendem Gesundheitsrisiko ist eindeutig.
Quelle: 3Sat Nano
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« Letzte Änderung: 01. September 2006, 11:36:59 von LOBOMINATOR »
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« Antworten #1 am: 01. September 2006, 11:14:44 » |
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"Die Nahrung wird je nach genetischer Ausstattung unterschiedlich verwertet", erläutert Prof. Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (DifE). Einige Dicke haben eine veränderte Andockstelle für Sättigungshormone. Menschen mit diesem gestörten Melanocortin-4-Rezeptor etwa können das körpereigene Signal für Sättigung nicht oder kaum noch empfangen. Bei anderen - allerdings sehr wenigen Menschen - ist das Gen für das Sättigungshormon Leptin gestört.
Das von Fettzellen produzierte Leptin spiele dennoch bei Übergewichtigen eine große Rolle, erläutert Schürmann. Je mehr Fettzellen ein Mensch habe, desto mehr Leptin produziere er. Der Körper reagiere jedoch nicht ausreichend auf diese übermäßige Hormonausschüttung, da er gegen das Hormon resistent geworden sei.
"Das Hormon bindet zum Beispiel schlechter an den Rezeptor, oder das Signal wird nur abgeschwächt weitergeleitet." So kann es den Essensdrang nicht mehr stoppen - eine Kaskade, die sich bei Übergewichtigen mit der Zeit aufgeschaukelt habe und nur schwer zu durchbrechen sei. "Der größte Trick ist, früh genug das Gewicht zu kontrollieren und die Essensgewohnheiten umzustellen, bevor die Waage 20 Kilo zu viel anzeigt", meint Schürmann. Anette Schürmann untersucht mit ihrem Team die Erbanlagen, die in der Mäuseleber für Fettbläschen sorgen - der Fettleber des Menschen vergleichbar. "Wir kennen die Genorte auf dem Chromosom der Maus, wo sich diese Krankheitsgene befnden." Diese 16 bis 20 Stellen umfassten jeweils zwischen 150 und 300 Gene. "Innerhalb dieser Gene müssen wir das richtige Herauspicken." Stoffwechel und Genaustattung von Maus und Mensch sind sich sehr ähnlich. "Die Regulierung des Sättigungs- und Hungergefühls ist absolut identisch."
Je stärker das Gleichgewicht der verschiedenen Botenstoffe aus den Fugen geraten sei, um so schwerer sei es, dieses wieder herzustellen. Unfairerweise werden nicht nur die Nahrungsverwertung und die Lust aufs Essen von den Genen beeinflusst, sondern auch der Geschmack. Menschen mit einer bestimmten Genvariante haben beispielsweise eine Abneigung gegen Kohl und Spinat. Sie können die speziellen Bitterstoffe besonders gut wahrnehmen, wie Prof. Wolfgang Meyerhof vom Ernährungsforschungsinstitut DIfE herausgefunden hat. Wer die Bitterstoffe dagegen gar nicht wahrnimmt, tendiert laut DIfE zu einem erhöhten Fettkonsum und damit erhöhtem Körpergewicht.
US-Forscher haben ein neues Appetit hemmendes Hormon entdeckt und hoffen jetzt auf Fortschritte bei der Entwicklung eines Medikaments gegen Fettleibigkeit. Die Wissenschaftler haben das Hormon Obestatin an Laborratten getestet und bei den Tieren Gewichtsverluste von bis zu 20 Prozent innerhalb einer Woche beobachtet.
Bislang wurde das Hormon nur Ratten verabreicht, die kein Übergewicht hatten. In einem zweiten Schritt soll nun die Wirkung von Obestatin an fettleibigen Ratten getestet werden. Die Forscher der "Stanford University School of Medicine" fanden zudem heraus, dass das Hormon Obestatin genetisch dem ebenfalls Appetit hemmenden Hormon Ghrelin ähnelt. Die Untersuchung der beiden Hormone könnte nach Ansicht der Forscher neue Aufschlüsse über den komplizierten Mechanismus der Appetitregulierung beim Menschen geben. "Die Gene spielen eine große Rolle, aber die Gewohnheit darf man nicht außer Acht lassen", sagt Schürmann.
"So nimmt die Prägung, die zum Beispiel ein Kind erfährt, ebenfalls großen Einfluss auf seine Essgewohnheiten und auf die Entwicklung seines Körpergewichts." Gentests für richtiges Essen hält die Forscherin in Zukunft für nützlich. "In einigen Jahrzehnten ist es gut möglich, dass ein Arzt spezifische Ernährungsratschläge gibt, wenn das genetische Profil bekannt ist", glaubt Schürmann.
"Und wenn ich die individuellen Risiken kenne, kann ich das Essen vom Verstand her beeinflussen." Die in der Evolution gebildeten Programme hätten einen beachtlichen Einfluss auf das Gewicht, sagt auch der Ernährungspsychologe Prof. Volker Pudel von der Universität Göttingen. "Dennoch bestimmen sie kein unentrinnbares Schicksal, da es auch auf die Umwelt ankommt. Und die kann ein Mensch - in Grenzen - selbst gestalten." Die Bedeutung der Erbanlagen auf das Gewicht eines Menschen hatte der US-Psychiater Albert Stunkard schon in den 1980er Jahren in einer wegweisenden Studie entdeckt, als er das Gewicht von mehr als 500 adoptierten Kindern untersuchte. Es glich dem ihrer biologischen Eltern wesentlich stärker als dem ihrer Erzieher. Ein Team um James Romeis von der Universität St. Louis präsentierte in diesem Jahr eine Langzeituntersuchun g mit Vietnam-Veteranen, der zufolge etwa 50 Prozent der Gewichtsänderung bei Erwachsenen genetisch bedingt sind.
Klar ist, dass unsere Gene für Menschen ausgelegt sind, die sich viel bewegen und Notzeiten erleiden müssen. Bei einem Bürojob und allzeit griffbereiter Nahrung führt das Fettspeicherprogram m des Körpers daher oft zu Übergewicht.
Quelle: 3Sat nano
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« Antworten #2 am: 01. September 2006, 11:15:48 » |
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Fett ist nicht nur eine schwabbelige, leblose Masse, sondern funktioniert wie ein Organ, wie eine Art große Drüse, die den menschlichen Körper stark beeinflusst und steuert. Das Gewebe produziert Hormone, unterliegt einer komplizierten Regulation kann sogar den Stoffwechsel steuern. Der Körper verwendet Fette als Signale für die Zelle und als Hormone. Das Haschisch-Hormon Anandamid ist ein Hormon, das den Hunger regelt. Das Leptin übermittelt dem Gehirn Signale, ob genug Fett im Körper ist.
Bei vielen Dicken allerdings lautet seine fatale Botschaft dann "weiteressen". Wie man mit modernen Analysetechniken herausgefunden hat, gibt es im Körper gleich mehrere Hormone, die zusammen sicherstellen, dass das im Körper vorhandene Fett nicht abnimmt. Das macht das Ganze für Abnehmwillige so schwer, denn evolutionsbiologisc h ist nur Essen und Zunehmen sinnvoll. Das war für die chronisch unterernährten Urmenschen bestimmt sinnvoll. Doch die Umstände haben sich dahingehend geändert, dass der moderne Mensch praktisch jederzeit die Möglichkeit hat, zu essen. Eine fatale Entwicklung dieses hormonellen Triebs besteht darin, dass schon die Hälfte der Deutschen übergewichtig ist, Tendenz: steigend.
Immer mehr Menschen erkranken aufgrund von Fettsucht. Forschungen gehen sogar teils davon aus, dass viele Krebserkrankungen durch zu viel fettes Essen erzeugt werden. Dennoch braucht der Körper Fett, da Zellen und Gehirn teilweise aus Fett bestehen.
Quelle: 3 Sat nano
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« Antworten #3 am: 01. September 2006, 11:17:35 » |
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Proteine und Glutamat sind der Grund, warum unser Hungergefühl aus dem Gleichgewicht geraten ist, meint Michael Hermanussen, Kieler Professor für Kinderheilkunde. Sie sollen der Grund dafür sein, warum dicke Kinder und Erwachsene ständig hungrig sind. "Es ist bekannt, dass Glutamat in experimentellen Situationen dick machen kann", bestätigt Susanne Klaus vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (Dife). Injiziere man es neugeborenen Ratten, würden sie fett.
"Das liegt daran, dass Glutamat bestimmte Regionen im Hypothalamus zerstört. Die Tiere fressen mehr und werden dick." Das geschah allerdings mit hohen Glutamat-Konzentrationen. Die Studien von Prof. Hermanussen zeigen jetzt, dass auch schon geringe Mengen wirken können, wenn sie über längere Zeit eingenommen werden.
Hermanussen vermutet, dass sie über die Blut-Hirnschranke ins Gehirn gelangen und den natürlichen Glutamatspiegel im Gehirn verändern. Permanentes Hungergefühl ist die Folge. Wenn er diesen Effekt mit Medikamenten hemmte, war das Hungergefühl verschwunden. Künstlich zugesetztes Glutamat findet man auf der Zutatenliste der Lebensmittel unter den Zusatzstoffen der Nummern E620 bis E625. "Das Problem ist ein bisschen, dass die Mengen nicht angegeben sind", so Klaus. Fleisch, Käse und Tomaten enthalten schon von Natur aus bis zu 20 Prozent natürliches Glutamat. Dazu kommt künstlich zugesetztes Glutamat, vor allem in asiatischem Essen oder Fertignahrung. Glutamat ruft auf unserer Zunge die Geschmacksrichtung umami - "deftig fleischig" hervor. 1,7 Millionen Tonnen Glutamat werden weltweit jährlich produziert. Vor allem fettreduzierte Nahrungsmittel enthalten einen höheren Anteil an Eiweiß und Glutamat. Die Verträglichkeit wurde aber fast nur in Asiatischen Ländern getestet, weiß Hermanussen: "Es kann sein, dass Ostasiaten möglicherweise unempfindlicher sind gegen diese Substanz als Monosubstanz in der Ernährung."
Quelle: 3 Sat Nano
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« Antworten #4 am: 01. September 2006, 11:19:02 » |
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Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung hat Fruchtzucker in Getränken als einen bedeutenden Dickmacher in den Industrienationen lokalisiert. "Bei Tierversuchen zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fruchtzucker (Fructose) und Übergewicht", schreibt die "Potsdamer Neueste Nachrichten". Die Forscher des Instituts bei Potsdam sehen dabei nicht die Aufnahme des Zuckers durch Obst, sondern in Erfrischungsgetränken mit hohem Fructoseanteil als Problem.
In den USA sei der Verzehr von fructosehaltigem Mais-Sirup, der oft zum Süßen von Erfrischungsgetränken benutzt wird, in einem Zeitraum von 20 Jahren um mehr als 1000 Prozent gestiegen. Parallel dazu habe die Zahl übergewichtiger Menschen dramatisch zugenommen. "Da die Gewichts- und Fettzunahme bei Konsum von Fructose nach Erkenntnissen der Forscher nicht auf eine gesteigerte Kalorienaufnahme zurückzuführen ist, gehen die Experten davon aus, dass die Fructose die Stoffwechseltätigkeit beeinflusst", schreibt die Zeitung.
Quelle: 3 Sat nano
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« Letzte Änderung: 01. September 2006, 11:26:41 von LOBOMINATOR »
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« Antworten #5 am: 01. September 2006, 11:22:38 » |
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Wer den Anteil an Bauchfett senken will, sollte nicht nur auf eine kalorienarme Ernährung setzen, sondern auch auf Bewegung. Dies zeigen vorläufige Ergebnisse einer US-amerikanischen Fünf-Jahres-Studie an 45 übergewichtigen Frauen mittleren Alters mit einem hohen Anteil von abdominalem Fett. "Bewegung ist wichtig, um die Größe dieser Zellen zu verringern", sagte Studienleiter Tongjian You. Gerade dieses Fett birgt ein höheres Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes als Fett an Hüfte oder Schenkel.
In der Studie teilten Mediziner die Frauen in drei Gruppen ein: Die Teilnehmerinnen einer Gruppe gingen drei Mal wöchentlich jeweils 50 Minuten in gemächlichem Tempo auf einem Laufband, die der zweiten Gruppe gingen ebenso oft 30 Minuten lang schnell, die dritte Gruppe wurde lediglich auf Diät gesetzt. Das wöchentliche Energiedefizit lag für alle Teilnehmerinnen einheitlich bei 2800 Kalorien. Nach 20 Wochen hatten zwar alle Frauen in ähnlichem Maße Körpergewicht und Fettmasse verloren und ihren Taillen- und Hüftumfang verringert. Die Größe der subkutanen abdominalen Fettzellen hatte aber laut einem Bericht des "International Journal of Obesity" nur bei den Frauen abgenommen, die sich regelmäßig bewegt hatten.
Quelle: 3 Sat nano
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« Letzte Änderung: 01. September 2006, 11:26:55 von LOBOMINATOR »
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« Antworten #6 am: 01. September 2006, 11:23:55 » |
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US-Forscher haben eine Impfung gegen Fettleibigkeit erfolgreich an Ratten erprobt. Das experimentelle Vakzin hemmt ein körpereigenes Hormon, das den Fettabbau bremst. Geimpfte Ratten nahmen bei gleicher Nahrung weniger zu als geimpfte, berichtet die Gruppe um Kim Jandar vom Scripps-Forschungsinstitut in La Jolla (Kalifornien) im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences".
Bis jedoch Menschen durch Spritzen schlank werden oder bleiben könnten, werde noch viel Zeit vergehen, warnen die Forscher vor verfrühten Hoffnungen. Angesichts der globalen Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit, die weltweit bereits etwa eine Milliarde Menschen betreffen, hatte das Team nach einem neuen Behandlungsansatz gegen Fettpolster gesucht. Tabletten müssten ständig genommen werden und könnten teils riskante Nebenwirkungen haben, schreiben Jandar und Kollegen. Dagegen könnten Impfstoffe jüngste Forschungsergebniss e über die Mechanismen des Stoffwechsels sowie über den natürlichen Hang des Körpers, Fettreserven anzulegen, dauerhafter umsetzen.
Das Team entwickelte drei Antigene gegen unterschiedliche Bestandteile des Hormons Ghrelin, das den Fettabbau im Körper bremst. Im Tierversuch führten zwei dieser Antigene zur Bildung von Antikörpern gegen die aktive Form des Hormons, wodurch die Wirkung von Ghrelin unterdrückt wurde. Geimpfte Ratten aßen das gleiche, nahmen aber weniger zu als nicht geimpfte Tiere. Dasselbe Hormon ist auch im menschlichen Stoffwechsel aktiv. Ob eine solche Impfung auch Menschen in ferner Zukunft einmal erlauben könnte, nach Herzenslust zuzugreifen ohne an ihre Taille denken zu müssen, ist allerdings noch offen.
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« Antworten #7 am: 01. September 2006, 11:29:16 » |
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Die Portions- und Packungsgrößen von Lebensmitteln könnten für das Übergewicht vieler Menschen mitverantwortlich sein. Psychologen der US-amerikanischen Universität von Pennsylvania hatten an öffentlichen Plätzen frei zugänglich und kostenlos Snacks verteilt. Je größer die einzelnen Portion, desto mehr wurde gegessen. Besonders auffällig war, dass die Menschen ihre Portionen unabhängig von der Größe fast immer vollständig verzehrten. In den USA sind die Basiseinheiten von Lebensmitteln im Schnitt größer als etwa in Deutschland. Das könnte auch eine Erklärung für die Gewichtsprobleme vieler US-Bürger sein.
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« Antworten #8 am: 01. September 2006, 11:29:52 » |
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Ein Darmbakterium entscheidet offenbar, wie viele Kalorien vom Körper aufgenommen werden. Fehlt Methanobrevibacter smithii, kann unser Stoffwechsel Kohlenhydrate deutlich schlechter verwerten. Diesen Zusammenhang haben Wissenschaftler der Universität in St. Louis an Mäusen nachgewiesen. Tiere, die große Mengen des Bakteriums aufwiesen, waren um bis zu 15 Prozent fetter als ihre Kollegen. M. smithii ist eine Art Müllverwerter, der im Darm aufräumt und einsammelt, was andere Bakterien zurücklassen. Ohne diese Müllabfuhr war die Aktivität von anderen Bakterien blockiert, die unverdauliche Ballaststoffe verarbeiten. Rund 85 Prozent der Menschen tragen M. smithii im Darm. Die Wissenschaftler wollen nun herausfinden, ob diese Menschen überdurchschnittlich dick sind.
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« Antworten #9 am: 01. September 2006, 11:30:23 » |
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Frauen, die viel an Gewicht zulegen, erhöhen ihr Brustkrebsrisiko. Diesen Schluss haben Wissenschaftler der US-amerikanischen Krebsgesellschaft aus einer Studie mit mehr als 44.000 Frauen gezogen. Nach den Wechseljahren werden männliche Geschlechtshormone im Fettgewebe von Frauen in Östrogene umgewandelt. Da Östrogene Brustkrebs begünstigen, wirkt sich Übergewicht besonders negativ aus. Noch wichtiger als das aktuelle Gewicht ist aber die Gewichtszunahme seit dem 18. Lebensjahr. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Risiko für alle Arten, Stadien und Schweregerade von Brustkrebs umso höher ist, je mehr die Probandinnen seit dem 18. Lebensjahr zugenommen haben. Ein stabiles Körpergewicht im ganzen Erwachsenalter ist daher besonders wichtig, erklärten die Forscher.
Quelle: 3 Sat nano
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« Antworten #10 am: 01. September 2006, 11:31:02 » |
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An der Uni Tübingen wird im Rahmen eines neuen Abnehmprogramms Hypnose als Mittel gegen überflüssige Pfunde eingesetzt. Männer, die durchschnittlich mehr als 94 Kilogramm auf die Waage brachten, nahmen im Kursverlauf mehr als vier Kilo ab. Die Superschwergewichtl er mit über 125 Kilogrammnahmen konnten in einem Zeitraum von drei Monaten sogar mehr als sechs Kilo loswerden. Der Trick dabei ist, den Übergewichtigen wieder zum Genießer zu machen.
Die Betroffenen sollen sich in einen Zustand fern aller Alltagsbelastungen einfühlen, um das Essen wieder als etwas Schönes zu erleben, für das man sich Zeit nehmen sollte. Oft macht emotionales Essen, also Stress-Essen, dick. Das ist laut Psychologe Marc Habermüller die Hauptursache für Übergewicht bei Männern.
Die gute Nachricht daran ist aber, dass man die Männer meist mit relativ einfachen Mitteln wieder zu einem ausgeglichenen Essverhalten bringen kann. Dazu gehört oft allein schon die richtige Körperhaltung und die Konzentration auf den Geschmack. Bewusster Essgenuss lässt sich durchaus antrainieren. Antrieb und Bewusstsein, ein neues Essgefühl zu erreichen, können in Trancen vermittelt werden. In Trance können die Übergewichtigen alle störenden Gefühle und Gedanken ausschalten. Dabei wird das vertieft, was vorab in Gesprächen und Verhaltensübungen bereits bewusst gemacht wurde. Die neue Kombination mit Hypnose verspricht dauerhaftere Erfolge als die reine Verhaltenstherapie. Bei der Verhaltenstherapie ist der Abnehmerfolg zwar auch drei Monate nach dem Kurs noch konstant, nach 24 Monaten allerdings haben viele Teilnehmer wieder zugenommen. Bei der kombinierten Methode dagegen nehmen die Behandelten nach dem Kurs tendenziell weiter ab und bleiben von den gefürchteten Rückschlägen verschont. Isst man bewusst, schmecken Früchte bald sogar besser als Gummibärchen.
Quelle: 3 Sat nano
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« Letzte Änderung: 01. September 2006, 11:32:11 von LOBOMINATOR »
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« Antworten #11 am: 01. September 2006, 11:31:48 » |
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"Die neusten Forschungsergebniss e deuten darauf hin, dass man bei schwerem Übergewicht im Körper einen chronischen Entzündungszustand findet", sagt Dr. Pamela Fischer-Posovszky von der Kinderklinik der Uni Ulm. Man wissen allerdings noch nicht, bei welchem Gewicht dieser Zustand eintritt oder welche Faktoren dazu führen. "Auf jeden Fall scheint es so, als würde sich der Körper mit der Reaktion gegen das Übergewicht wehren." So verhindern sie, dass die Fettzellen träger auf Insulin reagieren können.
Das bliebe ansonsten im Blut und sorgte so dafür, dass man hungrig bleibt. Das Insulin sorgt dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Fettzellen eindringen kann und dort in Speicherfett umgewandelt wird. Forscher vermuten, dass die Entzündungszellen im Fett zur Störung der regulären Insulinantwort in der Fettzelle beitragen und eine "fettzellige" Insulinresistenz unterstützen. Dies würde zur Gesamtkörperinsulinresistenz beitragen. Das von Fettzellen produzierte Leptin spielt bei Übergewichtigen eine große Rolle. Je mehr Fettzellen ein Mensch habe, desto mehr Leptin produziere er. Der Körper reagiere jedoch nicht ausreichend auf diese übermäßige Hormonausschüttung, da er gegen das Hormon resistent geworden sei. "Das Hormon bindet zum Beispiel schlechter an den Rezeptor, oder das Signal wird nur abgeschwächt weitergeleitet." So kann es den Essensdrang nicht mehr stoppen - eine Kaskade, die sich bei Übergewichtigen mit der Zeit aufgeschaukelt habe und nur schwer zu durchbrechen sei.
Quelle: 3 Sat nano
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« Antworten #12 am: 01. September 2006, 11:34:47 » |
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Das Dünndarm-Hormon Oxyntomodulin könnte im Kampf gegen die neue Volkskrankheit Übergewicht helfen, berichten Forscher des britischen "Imperial College" in London. Es ist nicht nur in der Lage, den Appetit zu zügeln, es erhöht gleichzeitig auch den Bewegungsdrang. Das haben Versuche mit 15 Freiwilligen ergeben, denen Oxyntomodulin in die Mahlzeiten gemischt wurde. Alle Probanden nahmen daraufhin insgesamt weniger Kalorien zu sich und steigerten zudem ihren Energieverbrauch, weil sie sich mehr bewegten. Das Hormon wird im Dünndarm produziert und wirkt im Gehirn als Sättigungssignal.
Quelle: 3 Sat nano
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« Antworten #13 am: 01. September 2006, 11:35:28 » |
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Ein internationales Forscherteam hat eine neue Genvariante für Übergewicht entdeckt. Menschen, die dieses Gen in sich tragen, sind zu 30 Prozent häufiger übergewichtig als andere, hat das Nationale Genomforschungsnetz mitgeteilt.
Etwa zehn Prozent der Bevölkerung besitzt diese genetische Variante, die das Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit im Kindes- und Erwachsenenalter erhöhe. Das Team untersuchte rund 100.000 Genvarianten im menschlichen Erbgut. Dabei entdeckten die Forscher eine Genveränderung in der Nähe eines Gens, das den Fettstoffwechsel steuert. Die gefundene Genvariante kommt sowohl bei Menschen mit westeuropäischer als auch mit afroamerikanischer Abstammung vor. Es sind bereits mehrere Gene bekannt, die das Gewicht beeinflussen. Die Forscher weisen jedoch auch darauf hin, dass Gene allein nicht dick machen. Vielmehr führe die Kombination aus genetischen Faktoren und Lebensstil dazu, dass Menschen zunehmen. Die Ergebnisse der Untersuchung stellen die Forscher in der der US- Fachzeitschrift "Science" vom 14. April 2006 vor.
Quelle: 3 Sat nano
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« Antworten #14 am: 01. September 2006, 11:36:09 » |
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Die Deutschen gehören zu den schlimmsten "Bewegungsmuffeln" in Europa und zeichnen sich durch besondere Trägheit aus. Das haben Umfragen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden für eine Studie des Marktforschungsinst ituts GfK NOP und des Lebensmittelherstel lers Kraft Foods (Bremen) ergeben. Danach treiben nur 21 Prozent der Deutschen regelmäßig Sport - in den anderen europäischen Ländern lag dieser Wert dagegen bei 42 Prozent.
Auch bei der Fettleibigkeit sind die Deutschen führend - mit 22 Prozent liegen sie 4 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Befragten. Die Mehrheit von ihnen sah Übergewicht zwar als gesellschaftliches Problem an, jedoch nicht für sich selbst. Übergewicht und Fettleibigkeit rangierten nur an fünfter und neunter Stelle der größten persönlichen Gesundheitsrisiken. Dies könnte erklären, warum drei Viertel aller Befragten sich nach eigenen Angaben zu wenig bewegen. Für die Studie waren in den sechs Ländern jeweils 500 Menschen im Alter von 18 bis 71 Jahren im Mai und Juni 2005 befragt worden.
Quelle: 3 Sat nano
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